Mitteilung des Leitenden Pfarrers

Liebe Schwestern und Brüder, wie vom Erzbistum angeordnet, entfallen ab sofort alle Gottesdienste in unseren Kirchen und Kapellen bis zum 19. April. Für uns alle ist das eine schwere Entscheidung, ein harter Verzicht, aber notwendig, um gerade die gesundheitlich Schwächeren unter uns zu schützen.

Liebe Schwestern und Brüder,

eigenartige Zeiten sind es im Moment. Sie bringen viele Menschen an Ihre Grenzen. Ich denke zuerst an die Erkrankten, an die Pflegenden und die Ärzte, an unsere Altenheime, an alle Verantwortlichen, die immer wieder neu weitreichende Entscheidungen treffen müssen, an die, die sich existenziell Sorgen um ihre berufliche und familiäre Zukunft machen.

 

Was wir vor allem aushalten müssen, ist das Ungewisse der jetzigen Situationen. Wir können nichts für die kommenden Monate planen, sondern müssen von Woche zu Woche schauen, was ansteht. Das verändert unser Lebensgefühl völlig. Das gilt auch für unser Gemeindeleben. Ich werde ständig gefragt, was mit den Palmzweigen wird, mit Ostern, mit den Erstkommunionen und vieles andere mehr. Auch hier gilt: Dazu können wir jetzt noch nichts sagen. Wir werden von Tag zu Tag schauen, was gemacht werden kann.

An der Situation ist nichts zu ändern, aber wir müssen lernen, unseren Umgang damit zu ändern. Ich meine hier bewusst „müssen“, denn auf die Dauer wird eine Änderung unserer inneren Haltung lebensnotwendig. Wir müssen einüben, in der Gegenwart zu leben, den heutigen Tag, an dem es uns vielleicht einigermaßen gut geht, dankbar anzunehmen, die wenigen Gespräche, die uns möglich sind, um so intensiver und aufmerksamer zu führen.

 

Neben allen äußeren Auflagen, die wir um der Gesundheit unserer schwächeren Mitmenschen willen befolgen müssen, wird es immer wichtiger werden, unsere innere Widerstandskraft zu stärken, also den Kräften Raum zu geben, die Gott in uns wecken will. Auch wenn es zur Zeit keinen „äußeren“, das heißt gemeinschaftlichen Gottesdienst gibt, kann unserer innerer Gottesdienst weiter und intensiver stattfinden: Gott lebt in uns, sucht unsere Liebe und will uns seine schenken. Wo die äußere Kommunion jetzt nicht möglich ist, kann die innere weiter erfolgen, zum Beispiel im Gebet des Vater Unser: Das ist nicht einfach ein Gebet zu Gott, sondern es sind die Worte Jesu, die sein innerstes Leben ausdrücken. Wenn ich sie bete, bin ich also in intensiver Kommunion, das heißt Gemeinschaft mit Jesus. Probieren wir es aus!

 

Verschiedene Anregungen in dieser Richtung finden Sie auf unserem YouTube-Kanal „Katholische Kirche in Grevenbroich und Rommerskirchen“. Das sind kurze Filmbeiträge. Wenn Sie noch nicht wissen, wie das funktioniert, lassen Sie es sich doch telefonisch von jemand erklären. Ich lerne im Moment auch ganz Neues, was die Möglichkeiten des Internet angeht. Eine Heilige Messe übertragen wir sonntags um 11h unter www.exact-tv.de/live/ .

 

Unser Seelsorgeteam hat ein Seelsorgetelefon eingerichtet, für alle, die jetzt ein gutes Gespräch brauchen:

02181 / 705 7092 (täglich 10-19h).

Da kann man Ihnen auch den Zugang zu unserem YouTube-Kanal erklären!

 

Gott segne Sie alle!

Ihr Pastor Meik Schirpenbach

 

 

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