Nach Jahrzehnten hat Pfarrer Schönen die Gemeinde St. Briktius in Oekoven verlassen

Eine Ära ist in der Gemeinde St. Briktius im Rommerskirchener Seelsorgebereich Gilbach zu Ende gegangen.

Pfarrer i. R. Hans Günter Schönen, der Jahrzehnte in Oekoven lebte, hat nach einem Unfall das Pfarrhaus neben der Kirche verlassen und ist in ein Altenheim in seiner Heimatstadt Köln gezogen.

„Unendlich dankbar“ zeigte sich Dr. Meik Schirpenbach, der leitende Pfarrer von Grevenbroich und Rommerskirchen, für Schönens Engagement. Die bisher von dem Ruhestandsgeistlichen gefeierten Sonntagsmessen in St. Briktius und St. Antonius können so nicht mehr stattfinden. Die 9.30-Uhr-Gottesdienste werden künftig im Wechsel stattfinden: an den Sonntagen der „geraden“ Kalenderwochen in Evinghoven, in den „ungeraden“ Wochen in Oekoven.

Schönen war 1963 in sein Amt als Seelsorger in Oekoven eingeführt worden. Er setzte Akzente in der Liturgie und in der Jugendarbeit, beim Pfarrfest und im Karneval. Unter seiner Regie wurde 1966 das Gemeindezentrum und ein Jahr darauf das Jugendheim errichtet. Später erfolgte die langwierige Sanierung der Kirche, einem romanischen Kleinod, dem Schönens große Liebe gilt.

Die St.-Sebastianus-Bruderschaft ernannte ihn anlässlich seines Goldenen Priesterjubiläums 2002 zum Ehrenmitglied. Wegen seiner Schwerhörigkeit trat der Seelsorger bereits 1984 als Pfarrer in den Ruhestand, blieb aber in Oekoven wohnen. Im Jahr 2017 beging Schönen sein Eisernes Priesterjubiläum. 1952, also vor damals 65 Jahren, hatte ihn Kardinal Josef Frings geweiht.

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